Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Steigende Meeresspiegel, zunehmende Extremwetterereignisse wie Starkregen und Überschwemmungen, der Verlust der Artenvielfalt oder auch die zunehmende Trockenheit und langen Dürreperioden zählen zu den gravierenden Folgen des Klimawandels und bedrohen unsere Lebensgrundlage und Gesundheit. Die Bundesrepublik hat deshalb klare Ziele definiert, um die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels einzudämmen. So sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 % gesenkt werden. Bis zum Jahr 2045 soll Deutschland weitgehend treibhausgasneutral sein, Bayern sogar bis 2040. Um diese Ziele zu erreichen, muss sich jede Kommune zum Klimaschutz verpflichten und geeignete Klimaschutzmaßnahmen erarbeiten und in die Wege leiten. Die Gemeinde Leiblfing hat sich als eine der ersten Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen für diesen Schritt entschieden und im Oktober 2021 die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzepts in die Wege geleitet. Zur Erstellung des Konzepts (das finale Konzept können Sie hier einsehen) und der Umsetzung der daraus hervorgehenden Maßnahmen wurde im Dezember 2021 Herr Salzinger als Klimaschutzmanager für die Gemeinde Leiblfing eingestellt. Seit Januar 2025 übernimmt Herr Adrian Heider diese Aufgaben.

Vorstellung unseres Klimaschutzmanagers Adrian Heider
Mein Name ist Adrian Heider, ich bin 27 Jahre alt und seit dem 01.01.2025 als Klimaschutzmanager der Gemeinde Leiblfing tätig. Einige von Ihnen erinnern sich sicher an Stefan Salzinger, meinen Vorgänger für diese Stelle. Tatsächlich haben wir beide gemeinsam in Straubing und ähnliche Themen studiert. Mein Bachelor ‚Nachwachsende Rohstoffe‘ konzentrierte sich fachübergreifend auf die Nutzung von Biomasse und deren Verwertung. Während meines Masters in ‚Bioökonomie‘ spezialisierte ich mich anschließend auf Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Konsum. Mein besonderes Interesse galt dabei der Gestaltung von umweltfreundlichem Verhalten sowie dem Verständnis für grundlegende persönliche Motivation für den Klimaschutz.
Nach dem Abschluss meines Studiums entschied ich mich, in der Region Straubing zu bleiben und für Leiblfing. Mir war bei der Berufswahl vor allem wichtig, einen greifbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Regionales Engagement hat ein großes Entwicklungspotenzial und bietet die Möglichkeit, vielfältige Projekte von Grund auf mitzuverfolgen. Eine ähnliche Perspektive durfte ich bereits als studentische Hilfskraft im Nachhaltigkeitsbüro meiner Universität einnehmen. Über 6 Jahre setzte ich mich für einen nachhaltigeren Alltag aller Studierenden und Mitarbeitenden am Campus ein und plante diverse Aktivitäten. Beispiele hierfür waren Projekte zu Abfallverwertung, second-hand Börsen, Workshops, oder Aktionen rund um Pflanzen. Gesammelte Erfahrungen bringe ich für meine neue Aufgabe mit und möchte sie im kommunalen Umfeld nutzen.
Besonders wichtig war und ist mir eine Kultur der lebendigen Kommunikation zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen. Deswegen möchte ich Initiativen und Vereine aus der Bürgerschaft noch besser miteinander vernetzen. Klimaschutz ist wirklich das viel zitierte Querschnittsthema: Es geht alle etwas an, aber man kann sich gegenseitig unterstützen. Über öffentliche Beteiligung hinaus liegt mein Hauptfokus auf der Umsetzung der Ziele aus dem bestehenden Klimaschutzbericht. Insbesondere das Thema der kommunalen Wärmeplanung wird mich in nächster Zeit stark beschäftigen.
Als begeisterter Fahrradfahrer möchte ich mich ebenfalls mit der Mobilität in der Gemeinde befassen und dazu Ideen in meine Tätigkeit einbringen.
Meiner Erfahrung nach äußern sich persönliche Einstellungen für den Klimaschutz nicht immer in entsprechendem Verhalten. Mir ist es deshalb wichtig nicht nur die Probleme zu benennen und Aufmerksamkeit zu fördern, sondern darüber hinaus Lösungsvorschläge anzubieten. Niemand führt gerne einen Dialog mit „erhobenem Zeigefinger“, deshalb bin ich ehrlich: Nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln kann anstrengend sein. Manchmal ist es zeitaufwendig und andere Male schlicht teuer. Gerade deswegen sollten und können Maßnahmen für den Klimaschutz so gestaltet werden, dass sie einen Mehrwert für jeden einzelnen bieten. Meine Aufgabe ist, Chancen dafür zu nutzen und dabei zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln.
Deswegen werde ich mich sehr bemühen, allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Leiblfing ein offenes Ohr zu leihen und bestmöglich abzuholen. Mir ist das Zuhören wichtig, zusammen mit gegenseitiger Lernbereitschaft. Darum und um etwas Geduld mit mir würde ich bitten – denn gerade zu Beginn muss der sprichwörtliche Faden des Klimaschutzmanagements in Leiblfing erst wieder aufgenommen werden. Trotzdem bin ich zuversichtlich, mich schon bald voll in meinem neuen Beruf eingefunden zu haben, ganz ohne „fadenscheinige“ Ausrede 🙂
Sie erreichen mich werktags zu den regulären Öffnungszeiten der Gemeinde. Aktuell bin ich im Bauamt angesiedelt, arbeite allerdings weitestgehend selbstständig. Für Fragen und weitere Termine können Sie sich jederzeit gerne an Klima@leiblfing.bayern.de wenden. Ich freue mich auf den Austausch!