Leiblfinger Reisegruppe zu Besuch in der Partnergemeinde Affi

Eine stattliche Gruppe mit 56 Leiblfinger Bürgerinnnen und Bürger machte sich auf Einladung des Partnerschaftsvereins Leiblfing am 1. Mai um 5.30 Uhr mit dem Bus auf den Weg zur Partnergemeinde nach Affi. Bereits auf der Hinfahrt wurde am Irschenberg die erste Pause eingelegt, wo die Reisegäste von vier Mitreisenden tatkräftig mit einer bayerischen Brotzeit und Getränken versorgt wurden.

 

Bei der Ankunft in Italien besuchte man zuerst das Ölmuseum in Cisano/Bardolino, wo erklärt wurde, wie die Oliven nach Italien kamen, wie der Anbau und die Ernte funktioniert, was man alles beachten muss, damit gutes Olivenöl gepresst werden kann usw. Danach konnte man auch bei einer kleinen Verkostung die speziellen Köstlichkeiten probieren und selbstverständlich auch kaufen.

 

Am Freitagabend wurde dann in Bardolino im Restaurant Loggia Rambaldi das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Leiblfing und Affi gebührend gefeiert. Mit einem 5-gängigen Menü bei Rot- und Weißwein war den Gästen sehr schnell klar, dass die Gastfreundlichkeit der italenischen Freunde nahezu keine Grenzen kennt.

 

Beim offiziellen Festakt und den Ansprachen wurden die Gastgeschenke ausgetauscht und der Wille zur Partnerschaft erneut bekräftigt.

 

Am Samstag erlebten die Reisegäste eine Führung durch das größte Reisanbaugebiet Italiens in perfekter deutscher Sprache. Hier werden mehr als 50 Prozent des Reises angebaut, der in Europa verbraucht wird. Allerdings macht der europäische Reismarkt nur ca. zwei Prozent des Weltmarktes aus. Es wurden Wasserquellen besucht, die den Reisanbau in Italien unabhängig vom Regen machen. Die bereits bebauten und bewässerten Reisfelder und Kanalsysteme wurden erklärt. So werden z.B. gegen die drohende Mückenplage bei stehenden Gewässern, wie das Reisfeld eines ist, ganz einfach Karpfen in die gefluteten Reisfelder eingesetzt, welche dann die Mückenlarven und Eier wegfressen und dabei selbst zu einer kleinen Delikatesse werden. Vor der Reisernte werden dann die Karpfen abgefischt und verzehrt. Schließlich wurde in der Reisfabrik Ferron in Isola della Scala die Reisverarbeitung damals und heute erklärt und besichtigt. Es folgte dann im firmeneigenen Restaurant am Ort das Mittagessen, wobei hier alle Gerichte aus Reis zubereitet wurden – und hervorragend geschmeckt haben.

 

Am Nachmittag besuchte man dann in Vallegio sul mincio den Parco della Sigurtá, der mit über 60 ha Fläche und seinen unendlich vielen Bäumen und Blumen ein wirklicher Augen- und Duftschmaus war. Nur durch die geländeeigene Bockerlbahn konnte innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit auch das ganze Gelände besichtigt werden, was aber jedem Leiblfinger optimal gefallen hat.

 

 

Der Sonntag schließlich begann dann mit einem Gottesdienst in Affi, den der neue Pfarrer Don Renzo in italienischer Sprache und sein Kollege Don Giuliano in deutscher Sprache hielten. Wie auch schon seinem Vorgänger wurde Don Renzo vom Präsidenten des Leiblfinger Partnerschaftsvereins Franz Hien eine wunderschöne Kerze mit den Wappen der beiden Kommunen als Zeichen der Verbundenheit überreicht. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes wurde von Maria Hien an der Orgel übernommen.

Anschließend fuhr ein Teil der Reisegruppe zum Einkaufen ins Einkaufszentrum von Affi, der andere Teil der Gruppe besuchte den historischen alten Kern der Ortschaft Affi.

 

Darauffolgend besuchte man noch gemeinsam ein Fest in Incaffi, ca. 2 Kilometer oberhalb Affi, wo man mit Speis und Trank in Form von typischen italienischen Köstlichkeiten noch einmal verwöhnt wurde, bevor die Rückreise nach Leiblfing angetreten wurde.

 

 

Olivenmuseum Affi 1

Eingang Olivenmuseum

 

 

 

Olivenmuseum Affi 2

Eindrücke aus dem Museum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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